Wenn Yachten, insbesondere solche zwischen 15 und 35 Metern ihr Revier nicht auf eigenem Kiel wechseln sollen – etwa von der Karibik ins Mittelmeer – greifen viele Eigner gern auf spezielle Yacht-Transportschiffe zurück. Sie docken mehrere Yachten, die in den meisten Fällen sehr gut gesichert und ohne zusätzliche Motorenstunden ihr Ziel erreichen. 

Nicht häufig, aber dennoch regelmäßig kommt es bei diesen Transfers allerdings auch zu Zwischenfällen. Ein aktuelles Beispiel stammt aus Mallorca, wo ein Transportschiff, das gerade aus Fort Lauderdale angelegt hatte, beim Ausladevorgang Schlagseite bekam und fünf Großyachten beschädigt wurden. Auslöser soll ein Problem mit dem Ballastsystem gewesen sein. 

Sandra Ahrabian, Vorstandsvorsitzende der BAVARIA AG, sagt: „Zum Glück war keiner unserer Kunden betroffen, doch Fälle von kleinerer Größenordnung mussten wir auch schon regeln.“

Von eingedrückten Bordwänden und herausgerissenen Relingstücken kann die Münchnerin berichten. Die erfahrene Versicherungsexpertin empfiehlt bei längeren Seetransporten deshalb, eine Transportversicherung mit voller Deckung abzuschließen.

Ahrabian: „Landtransporte sind im Rahmen der Allgefahrendeckung abgedeckt, weite Strecken über See mit einem Fremdanbieter aber nicht.“

Die Höhe der Prämie richtet sich dabei nach dem Versicherungswert aber auch nach der Qualität des Transportunternehmens – hier nehmen die Underwriter ein Ranking vor, das die Anbieter klassifiziert.